VfB-Elf mit glücklichem Derby-Sieg in Lüderitz

Derbysieg! Am 28. Spieltag fuhr unsere Elf einen knappen 1:0 Auswärtssieg in Lüderitz ein. Den goldenen Treffer erzielte Christian Kroll nach einem feinen Konter in der ersten Halbzeit. Unsere Mannschaft zeigte über weite Strecken eine mäßige Leistung und hatte mehrfach Glück, dass die Eintracht klare Tormöglichkeiten ungenutzt ließ.

Den besseren Start in dieses Derby erwischten die Gastgeber. Die Eintracht wollte mit aller Macht den letzten Strohhalm im Abstiegskampf ergreifen.  Und fast hätte Stefan Lockau diese Initiative gleich in der Anfangsphase belohnt. Nach einem weiten Ball setzte er sich an der Strafraumkante im Luftkampf gegen Nigel Kempchen durch. Sein Torschuss war dann aber zu harmlos und Alexander Brummer konnte auf der Linie klären (6. Minute). Auch die nächste Großchance ging auf das Konto des schnellen Angreifers. Nach einem VfB-Freistoß konterten die Lüderitzer blitzschnell, Lockaus Schuss strich aber knapp über die Torlatte (15.).

Vom VfB war bis dahin nicht viel zu sehen. Selten wurden die Aktionen klar und zielstrebig ausgespielt. Immer wieder boten leichtfertige Fehler Gelegenheiten zum Kontern. So auch in der 20. Spielminute. Erst verhinderte Nigel Kempchen mit einer starken Parade den Rückstand. Bei der anschließenden Ecke half dann das Glück, als gleich zwei Nachschüsse abgefälscht wurden.

Inmitten dieser Lüderitzer Drangphase schlug unsere VfB-Elf eiskalt zu. Ein Konter über Ronny Pfeiffer und Marcel Böters landete bei David Mielke. Unser Kapitän setzte sich am rechten Flügel durch und flankte in die Mitte, wo Christian Kroll zur Führung einköpfte (22.).  Die Platzherren zeigten sich von diesem Rückschlag unbeeindruckt und stürmten weiter auf das VfB-Tor. Besonders Stefan Lockau sorgte mit seinen Aktionen immer wieder für Gefahr. Unsere Elf fand dagegen kein Mittel, die Gastgeber in Verlegenheit zu bringen. Lediglich zwei Freistöße sorgten im ersten Abschnitt nochmals für Gefahr. Doch erst zielte Christian Lust etwas zu hoch und kurz darauf kratzte Eintracht-Keeper Paetsch den Versuch von Stefan Schmilas von der Torlinie (39.). Die letzte Möglichkeit vor der Pause hatten dann wieder die Gastgeber. Nach einem Freistoß bekam unsere Abwehr den Ball nicht weg und aus dem Gewühl klatschte das Leder aus kurzer Entfernung an den Pfosten (42.).

Auch nach dem Seitenwechsel gab zunächst der Tabellenletzte den Ton an. Müller verpasste mit seinem satten 20-Meter-Knaller nur knapp den Ausgleichstreffer (47.). Danach verflachte die Partie allerdings. Unsere Männer standen jetzt besser und ließen lange Zeit keine weiteren Torchancen zu. In der Folgezeit erhöhte die Eintracht das Risiko und es ergaben sich gute Möglichkeiten zum Kontern. So hatte David Mielke nach einem weiten Zuspiel von Christian Lust das 2:0 auf dem Fuß, traf die Kugel aber nicht voll (61.).

Der Ziep-Elf lief so langsam die Zeit davon und mit dem wachsenden Druck verloren einige Akteure mehr und mehr die Nerven. Leider verlor auch der bis dahin gute Schiedsrichter Feibig den Überblick und ließ zu viel durchgehen. So sah Stutzer nach einem üblen Foul an Ronny Pfeiffer nicht einmal die gelbe Karte (71.). Eine Viertelstunde vor dem Ende dann die nächste gute Möglichkeit zur Entscheidung. Alexander Brummer hatte den Ball erobert, Ronny Pfeiffer schickte Stefan Schmilas doch dessen Querpass auf David Mielke wurde im letzten Moment abgeblockt. Fast im Gegenzug hatte dann wieder Lüderitz den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber erneut am glänzend reagierenden Nigel Kempchen.

Als ein weiterer VfB-Konter durch ein Foul an Marcel Strauß gestoppt wurde und Schiri Feibig wieder nicht eingriff, kochten die Emotionen über. Beim anschließenden Wortgefecht der beiden Akteure war der Unparteiische dann zur Stelle und schickte Marcel Strauß mit glatt Rot zum Duschen. Aber das Gleichgewicht wurde schnell wieder hergestellt, denn die Platzherren verloren jetzt völlig die Nerven. Reinke sah nach hartem Einsteigen völlig zu Recht die Ampel-Karte. Wenig später trat Pielniock Ronny Pfeiffer rotwürdig von hinten in die Beine.  Aber auch hier hatte Feibig beide Augen zu und beließ es bei einer Verwarnung.

Fußballgespielt wurde in der Schlussphase kaum noch. Die letzte Torchance hatte dann VfB-Libero Christian Lust. Aber auch er brachte den Ball nach einem feinen Konter über David Mielke nicht im Lüderitzer Gehäuse unter.

So blieb es am Ende bei einem knappen 1:0 Erfolg für unsere Mannschaft. Mit dem fünften Auswärtssieg in dieser Saison festigte die Bruns-Elf zwei Spieltage vor Saisonende den 6. Tabellenplatz. Für Eintracht Lüderitz bedeutete die Niederlage den Abstieg in die Kreisliga.

Am vorletzten Spieltag empfängt unsere Mannschaft den TuS Siegfried Wahrburg. Die Partie gegen den Tabellenzweiten am kommenden Samstag beginnt bereits um 12.30 Uhr.

 

VfB: Kempchen – Lust, Brummer, Meier (46. Strauß), Woop – Böters, Mielke, Pfeiffer, Kroll – Mielke, Schmilas (76. Wittkowski)

 

Tore: 0:1 Kroll (22.)

VfB-Elf reist zum Derby nach Lüderitz

Nach zwei spielfreien Wochenenden beginnt für unsere Mannschaft am Samstag das Saisonfinale. Am drittletzten Spieltag steht dabei das Derby in Lüderitz auf dem Programm.

Zuletzt steckte in den Duellen mit der Eintracht nicht mehr die Derby-Brisanz vergangener Tage, allerdings könnte sich das am Samstag ändern. Den für beide Rivalen geht es an diesem 28. Spieltag um Einiges. Unsere Elf will zum einen den 6. Tabellenplatz verteidigen und zum anderen die tolle Serie von 9 Spielen ohne Niederlage ausbauen.

Die Lüderitzer Eintracht dagegen konnte von ähnlichen Zielen in dieser Saison nur träumen. Mit 15 Zählern liegt die Ziep-Elf derzeit auf dem letzten Platz und braucht schon einen starken Schlussspurt um den Abstieg noch verhindern zu können. Ein Heimsieg gegen unseren VfB ist fast schon Pflicht, will man in den verbleibenden Partien gegen Rossau und Schönhausen noch den Klassenerhalt schaffen. Eine Niederlage könnte unter Umständen sogar schon das vorzeitige Aus bedeuten. Entsprechend kampfeslustig werden die Tuchen, Lockau und Co. am Samstag in die Begegnung gehen.

Anstoß auf dem Sportplatz am Akazienweg ist um 15.00 Uhr. Derby-Schiedsrichter ist Dirk Feibig. Ihm assistieren Pascal Bergmann und Niclas Dirk.

Wichtiger Heimsieg für VfB-Elf

Am 13. Spieltag der Kreisoberliga gelang unserer Mannschaft der erhoffte zweite Heimsieg. Gegen das Tabellenschlusslicht Eintracht Lüderitz hieß es am Ende 2:1 für unseren VfB. Nach torloser erster Hälfte brachte Rudi Matterne unsere Farben nach einer Stunde in Führung. Der Ausgleich durch Eintracht-Kapitän Christian Tuchen ließ die Gäste auf eine Punkteteilung hoffen. Doch in der Nachspielzeit gelang Christian Lust mit einem direkten Freistoß der umjubelte Siegtreffer.

Nur knapp 50 Zuschauer hatten bei guten äußeren Bedingungen Lust auf das Kellerduell. Und auch in der VfB-Kabine blieben einige Plätze unbesetzt. Neben Trainer Torsten Bruns fehlten zum wichtigen Heimspiel auch die Leistungsträger Ronny Pfeiffer und Michael Woop. Trotz dieser Personalsorgen wollte unsere Elf an die engagierte Leistung aus dem Berkau-Spiel anknüpfen und ging das Spiel offensiv an. Nach Vorarbeit von Rudi Matterne kam Stefan Schmilas schon früh zum ersten Torabschluss. Sein Linksschuss verfehlte das Tor aber knapp (3.). Aber auch die Gäste suchten ihr Heil in der Offensive. Besonders Eintracht-Torjäger Lockau war schwer zu stellen und setzte immer wieder offensive Akzente. Klare Tormöglichkeiten ergaben sich allerdings auf beiden Seiten nicht.

Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel auf ganz schwachem Niveau. Vor allem unsere Mannschaft ließ alles vermissen, was sie zuletzt im Spiel gegen die KSG Berkau stark gemacht hatte. Keine Laufbereitschaft, kein Biss und auch spielerisch lief an diesem Nachmittag nichts zusammen. Ein Torschuss von Florian Kronfeldt und ein ungenaues Zuspiel auf Stefan Schmilas waren schon die Höhepunkte in dieser Phase.

Immerhin brachten einige rassige Zweikämpfe einen Hauch von Abstiegskampf in die Begegnung. Nach einer guten halben Stunde musste Schiedsrichter Kleinschmidt dann Gästeakteur Kaltenbrunner mit Gelb-Rot zum Duschen schicken. Der Lüderitzer hatte im Eifer des Gefechts völlig die Nerven verloren und sah nur drei Minuten nach seiner ersten Gelben Karte (Meckern) für ein hartes Foul an der Mittellinie zu Recht die Ampelkarte (34.). Bis zum Pausenpfiff wusste unsere Mannschaft diese Überzahl allerdings nicht zu nutzen und so ging es torlos in die Kabinen.

Auch nach dem Seitenwechsel konnte unsere Elf mit der verbesserten Ausgangslage wenig anfangen. Schlimme Fehler im Spielaufbau und fehlende Ideen in Strafraumnähe machten den Gästen das Verteidigen leicht. Erst ein böser Torwartfehler verhalf unseren Männern dann zum glücklichen Führungstreffer. Rudi Matterne hatte aus 20 Metern abgezogen. Sein Schuss kam jedoch recht unplatziert und schien sichere Beute für den Keeper. Doch der ließ das Leder zur Überraschung aller durch die Beine ins Tor rutschen (61.).

Aber die Gäste steckten nicht auf und antworteten nur vier Minuten später mit dem Ausgleich. Stephan Heinert traf im Kampf um den Ball das Spielgerät aber leider auch den Gegenspieler. Der Unparteiische entschied sofort auf Foul im Strafraum und zeigte auf den Punkt. Eintracht-Kapitän Christian Tuchen ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte sicher. (65.). Und dieser Treffer beflügelte die Lüderitzer, die in der Folge immer mutiger nach vorn spielten. Unsere Elf schien dagegen geschockt und zeigte sich viel zu passiv. Häufig blieben vier oder fünf Spieler tief in der eigenen Hälfte. Druck auf die Lüderitzer Abwehr aufzubauen war so kaum möglich. Torchancen gab es kaum und wenn entstanden sie aus Einzelaktionen (Matterne, Böters, Proft).

Wesentlich gefährlicher waren dagegen die Konter der Gäste. Mehrfach konnte die Hintermannschaft um Stephan Heinert und Christian Lust nur mit letztem Einsatz den möglichen Rückstand verhindern. Zweimal verfehlten Lockau das Gehäuse nur knapp.

So lebte die Partie bis in die Schlussminuten hinein von der Spannung. Als sich dann alle schon mit der Punkteteilung angefreundet hatten, ließ Christian Lust mit seinem Freistoß den VfB-Anhang doch noch jubeln. Alexander Brummer war nach gekonnter Ball-An- und Mitnahme kurz vor dem Strafraum gefoult wurden. Eine perfekte Freistoß-Position für unseren Libero und der ließ sich diese Möglichkeit auch nicht nehmen und legte das Leder über die Mauer in das linke Toreck (90.+2). Wenig später folgte der Schlusspfiff und befreiender Jubel auf der einen und verständlicher Frust auf der anderen Seite.

Auch wenn unsere Mannschaft das vermutlich schwächste Heimspiel der letzten Jahre zeigte, lieferte der Arbeitssieg gleich mehrere positive Fakten. Zum einen verbesserte unsere Elf ihre KOL-Bilanz gegen Lüderitz auf zwei Siege in fünf Begegnungen. Zum anderen ist unser Team mittlerweile seit drei Spielen in Serie ungeschlagen und schob sich durch den dritten Saisonsieg mit nun 12 Zählern auf Rang 9 der Tabelle.

Ob der späte Siegtreffer aber auch die unzufriedenen VfB-Anhänger versöhnen konnte, bleibt abzuwarten. Gegen Eintracht Schinne und den Osterburger FC stehen bis zur Winterpause noch zwei weitere Heimspiele an. Zunächst geht es am kommenden Wochenende aber zum Auswärtsspiel nach Wahrburg.

 

VfB: Heinert – Lust, Strauß, Kronfeldt, Lotsch, Brummer – Schmilas, Matterne, Böters, Kroll – Proft

 

Tore: 1:0 Matterne (61.), 1:1 Tuchen (65. FE), 2:1 Lust (90.+2)